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| Riesenmaulhai Nr.11 gefangen |
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Megamouth - Riesenmaulhai. Alle Jahre wieder taucht ein Exemplar dieser gigantischen und doch so unbekannten Spezies auf, zuletzt im Mai 1997 vor Toba in Japan. Nur zehn Exemplare überhaupt sind seit der ersten Entdeckung 1976 vor Hawaii gefunden worden. Am 21. Februar diesen Jahres nun wurde der elfte Riesenmaulhai von philippinischen Fischern gefangen und an Land gebracht. Die wissenschaftliche Gemeinde erhofft sich durch jeden neuen Fund neue Erkenntnisse über die unbekannten Riesen der Tiefe, doch ging dieser Fang sehr schnell ganz andere Wege... Als die drei philippinischen Fischer Nelson und James Tagaloguin und Justiniano Oraiz am frühen Abend des 20. Februar diesen Jahres in ihr Banca-Auslegerboot stiegen, wollten sie wie üblich hinaus aufs Meer fahren um die kleinen, ca. 12 cm langen Tambans (Sardellina sp.) und Tabilos (Decapterus macrosoma) zu fangen. Ungefähr 6 km vor Cagayan de Oro, einer Stadt an der Nordküste der philippinischen Insel Mindanao breiteten sie ihr Stellnetz im Wasser aus. Das Wasser an dieser Stelle der Bucht von Macajalar ist ungefähr 300m tief. Das kleinmaschige Netz war 45m lang und 18m tief und eine Lampe auf dem Boot sollte die kleinen Fische anlocken. Als eine der Schwimmbojen abgerissen davondriftete wurden die Fischer neugierig und beschlossen, das Netz eine halbe Stunde früher als geplant einzuholen. Sie erwarteten wie üblich kleine Fische und Treibgut aus dem Netz zu sammeln, als sich auf einmal das gigantische Maul eines Riesenfisches aus dem Wasser hob. Entsetzt und erschrocken ließen die Fischer von dem Netz ab und der riesige, massive Kopf mit dem geöffneten Maul sank wieder hinab. Die Fischer waren bestürzt und fragten sich zu welcher Kreatur ein solch riesiges Maul gehören konnte. Sie schauten ins Wasser hinab und konnten erkennen, daß der gewaltige Fisch senkrecht mit dem Kopf nach oben in dem Netz eingewickelt war. Er bewegte sich langsam, erschöpft von seinen Befreiungsversuchen, wie die Fischer vermuteten. Sie überlegten was zu tun sei und wollten die Kreatur zunächst freilassen, es könnte sich ja durchaus um einen gesetzlich geschützten Meeressäuger handeln. Aber dazu müßten sie das Netz noch mehr zerstören oder es komplett versenken. Beides schien zu kostspielig und so entschieden sie sich dazu, das Tier an Land zu bringen. Nach einigen Schwierigkeiten des Transportes kamen sie an den Strand und schafften es mit der Hilfe von 8 weiteren Helfern und unter größten Anstrengungen den Hai auf den Strand zu schleifen.
In dieser Nacht und am darauffolgenden Tag versammelte sich eine wachsende Gruppe Neugieriger, um die große, fremdartige Kreatur zu bestaunen. Ein lokaler Radiosender berichtete von dem außergewöhnlichen Fund und brachte auch zu Ausdruck, daß noch niemand wüßte, was für ein Fisch dort gefangen wurde. Noch mehr Menschen kamen und alle warteten auf die Ankunft von Mitarbeitern der Fischereibehörde um den Fisch zu identifizieren. Als Vertreter von verschiedenen Umwelt- und Fischereibehörden eintrafen waren auch sie nicht in der Lage, eine eindeutige Identifizierung vorzunehmen. Sie blätterten in ihren Bestimmungsbüchern, konnten aber keine übereinstimmenden Abbildungen finden. Der Fang wurde als eine von zwei Arten von Walhaien bezeichnet und Vermessungen vorgenommen: 6 Meter vom Kopf bis zur Schwanzspitze, das Gewicht wurde auf 1,5 Tonnen geschätzt - ein gigantischer Fang für die Fischer! Zurück zur Übersicht (Elasmoskop 1/98) |