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Steckbrief:
Walhai
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Klasse: Pisces (Fische)

Unterklasse: Chondrichthyes (Knorpelfische)

Ordnung: Orectolobiformes (Teppichhai-Artige)

Familie: Rhincodontidae (Walhaie)

Der Walhai
Der Walhai

Synonyme:
keine gängigen für den Artnamen, dagegen zahlreiche verschiedene Schreibweisen für den Gattungsnamen. Hierüber entschied die Internationale Nomenklaturkommission zu Gunsten von Rhincodon.

Trivialnamen:
Whale Shark (engl.), Requin baleine (franz.), Tiburón ballena (span.).

FELDMERKMALE:
Unverwechselbare Haiart als die größte lebende Fischart überhaupt mit gut 12 m verbürgter Maximallänge. Der zylindrische Körper auffällig schachbrettartig mit hellen waage- und senkrechten Streifen sowie hellen Flecken gemustert. Kräftige Längsgrate vom Nacken entlang den Körperseiten, deren unterster in einen breiten Kiel jederseits am Schwanzstiel übergeht. Kopf sehr breit und kantig, zur Schnauze stark abgeflacht, an deren Ende sich über die ganze Breite das gewaltige Maul erstreckt. Eine rudimentäre Bartel an jeder Nasenöffnung. Kleine Augen an den Kopfseiten etwas hinter den Kieferwinkeln, Atemlöcher (Spiracula) winzig und etwas hinter den Augen gelegen. Fünf riesige Kiemenspalten über die oberen drei Viertel der Kopfhöhe, die dritte bis fünfte oberhalb der Brustflossen gelegen. Erste Rückenflosse mehrfach größer als die zweite. Kleine Afterflosse auf Höhe der zweiten Rükkenflosse. Schwanzflosse riesig, mit deutlich größerem Oberlappen, konkav gewinkelter Hinterkante und Grube vor dem oberen Ansatz.

VERBREITUNG, LEBENSRAUM und -WEISE:
pelagisch (im Freiwasser) dicht unter der Oberfläche in den offenen Ozeanen, aber auch küstennah sowie bis ins Flachwasser und Lagunen. Bevorzugt tropische bis gemäßigt warme Gewässer mit Temperaturen zwischen 21° und 25°C. Auftreten einzeln, meist aber in kleinen bis größeren Gruppen saisonal zu Zeiten von Planktonblüte und Massenauftreten von Jungfischen. Demgemäß ausgeprägte weiträumige Wanderungen, um saisonalem Nahrungsangebot zu folgen. Absolut friedfertiger Hai ohne Aggressivität gegenüber anderen Meerestieren oder Menschen, die sich ihm als Taucher oder in Booten nähern können, ohne daß der Hai Schreck- oder Fluchtreaktionen zeigt. Gelegentlich haben Walhaie kleine Boote unabsichtlich gerammt oder umgestürzt. Taucher sollten Sicherheitsabstand halten zur seitlich weit ausholenden riesigen Schwanzflosse, deren kräftige Schwimmschläge Menschen verletzen oder umherwirbeln können.

Weltweit in tropisch subtropischen Breiten. Saisonal in größerer Zahl bei den Seychellen, Mauritius, Sansibar, Madagaskar, vor Mozambik und Natal; in südostasiatischen Gewässern, vor NW-Australien und häufig im Kuroshio-Strom bei Japan; im zentralen Ostpazifik vor Mexiko und im Golf von Kalifornien; im zentralen Westatlantik, Golf von Mexiko und der Karibik. Schwerpunkte des Vorkommens in planktonreichen Auftriebsgebieten kälteren Tiefenwassers und Regionen saisonaler Planktonblüte.

Verbreitung des Walhais
Verbreitung des Walhais

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© Deutsche Elasmobranchier Gesellschaft (D. E. G.) e. V., Hamburg 1999